Wer ein iPhone hat, weiss: Wir müssen sie regelmässig laden. Sonst ist schnell Schluss mit Telefonieren und Chatten. Jetzt treten die Batterien einen Siegeszug durch die Welt der Produkte an.
Plötzlich sind nicht mehr alle Epidemiologen. Plötzlich sind alle Russland- und Ukraine-Expertinnen. In den sozialen Medien und auch sonst. Selbst die, die vor wenigen Tagen noch das Ikea-Logo mit der ukrainischen Flagge verwechselt hätten. Entsprechend unterkomplex ist denn auch der Verarbeitungsgrad des neuen, furchterregenden Kriegs in Europa.
Mit ein bisschen Zucker drauf oder Butter geht alles gleich besser runter. Das weiss die Volksweisheit. Und hilft auch der Politik. Komplizierte Stempelsteuer? Trockene Alpeninitiative? Mit Jacqueline Badran oder Hansruedi Stadler rutschten beide Vorlagen gut: Nein zur Stempelsteuer! Und Ja zur Alpeninitiative! Zwei Siege für Rot-Grün. Zwei Siege einer Politik mit Gesicht. Letzterer war 1994 und kam überraschend. Befördert hatte ihn CVP-Landammann Stadler.
Die bisherige Chefin von Greenpeace International, Jennifer Morgan, ist neu Staatssekretärin im deutschen Aussenministerium. Sie soll solarfaulen Ländern weltweit auf die Sprünge helfen. Wir dürfen uns freuen.
Autos raus aus den Städten. Überdeckte Strassen mit halbtransparenten Solarpanels. Und Bahnen wie Modelleisenbahnen. So schlagen wir gleich drei Fliegen auf einen Streich.
Quarantäne-Pflicht weg, Homeoffice-Pflicht weg, fallen demnächst auch das Zertifikat und die Maskenpflicht im öffentlichen Raum? Gegen den massiven Druck der Wirtschaft gibt es im Bundesrat kein Halten mehr. Eine Gewerblerfront fordert sogar einen «Tag der Freiheit»: Alle Corona-Massnahmen sollen an einem Tag fallen. Aber nicht immer sind Rückübersetzungen aus dem Englischen frei von Fallen. «Tag der Freiheit» heisst auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den siebten Reichsparteitag der NSDAP von 1935.
Millionäre, die mehr Steuern zahlen wollen? Und laut schreien: «Tax me now!» Besteuert mich, jetzt! Tja, es gibt eben nichts, was es nicht gibt. Diese Woche haben 102 Millionärinnen und Millionäre einen offenen Brief an alle Teilnehmenden des Welt-Geldsack-Forums WEF geschickt. Dieses findet auch im Jahr 2 von Corona online statt. Und sie hauen darin mit der Faust auf den digitalen Tisch. Weil sie die Nase voll haben von der tödlichen Ungleichheit. Pervers, aber wahr: Die Coronakrise hat die Reichsten dieser Welt noch reicher gemacht. Und die Armen zahlreicher. So konnten die weltweit 2755 Milliardärinnen und Milliardäre ihr Vermögen seit Beginn der Pandemie stärker vermehren als in den gesamten 14 Jahren zuvor.