Die Nationalbank-Milliarden gehören dem Volk
Die kumulierten Gewinne der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben sich in den letzten Jahren auf die unglaubliche Summe von 176 Milliarden Franken angehäuft.
Kategorie
Die kumulierten Gewinne der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben sich in den letzten Jahren auf die unglaubliche Summe von 176 Milliarden Franken angehäuft.
Seit Monaten müssen sie mit einem Fünftel Lohn weniger auskommen: die Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter. Für die Coronakrise können sie nichts, aber die Kurzarbeitsentschädigung der Arbeitslosenversicherung übernimmt in der Regel nur 80 Prozent des Lohnausfalls. Für Serviererin Laura García Soler heisst das minus 600 Franken im Monat. Seit Dezember lebt sie von 2800 Franken. Netto! Sogar fürs Benzin reicht’s jetzt nicht mehr. Weil sie noch ihre Eltern in Spanien unterstützt. Und weil Soler auch kein Trinkgeld mehr macht. Bis zu 1000 Franken im Monat zusätzlich können das sein.
Jean Ziegler über den Soziologen, Schriftsteller und Künstler Urs Jaeggi.
Der deutsche Ingenieur Horst Bendix war in der DDR eine grosse Nummer. Nach der Wende erfand er sich neu und versucht seit Jahrzehnten, bis zu 400 Meter hohe Windräder zu entwickeln, um die in diesen Höhen stärker und weit gleichmässiger wehenden Höhenwinde zu ernten. Möglich dass er jetzt kurz vor dem Durchbruch steht.
Was essen die Bauarbeiter eigentlich zum Zmittag? Diese Frage poppte plötzlich an unserer Redaktionssitzung auf. Es folgten vier weitere Fragen: Kochen ihnen die Frauen heutzutage noch vor? Holen sie sich was beim Takeaway? Oder gehen sie in die Beiz? Und wenn sie das vor dem Lockdown taten, was machen sie jetzt? work-Autor Johannes Supe schaute ihnen in die Teller und schrieb dann den grossen Bau-Zmittag-Report. Da ist zum Beispiel Stipa K. (59), der auf der Baustelle am Thuner Bahnhof baut. Heute isst er Penne al ragù. Im Tupperware. Vorgekocht von seiner Frau. Dabei war der Maurer selber mal Militärkoch. Musste 1000 Männermäuler stopfen. Oder Polier Fritz I. (58): Heute isst er Bohnen, Wienerli und Spiralen. Er hat selber vorgekocht.
Die Coronakrise hat die Arbeitswelt brutal getroffen. Rund 50'000 Personen sind arbeitslos geworden. Mehrere Hunderttausend Arbeitnehmende sind in Kurzarbeit. Im Januar 2021 dürfte die Unterbeschäftigung bei deutlich mehr als 10 Prozent liegen.
Elektroautos sind bereits heute viel umweltfreundlicher als fossil angetriebene Autos. Das zeigen Berechnungen des Touring-Clubs der Schweiz (TCS). Dank einem TCS-Tool können wir jetzt auch nachschauen, wie viel ein künftiges Auto in der Anschaffung und im Betrieb an CO2 ausstösst: Sensationell!
Jean Ziegler über den «helvetischen Rasputin».
Bundesrätin Simonetta Sommaruga will bis 2050 eine fast klimaneutrale Schweiz. Die Klimabewegung und andere wollen den Durchbruch bis 2030 schaffen. In welcher Logik werden wir dieses Ziel wann und wie erreichen? Müssen wir den Konsum senken, um in den Klimawandel zu investieren? Oder wird die technische Entwicklung alle Erwartungen übertreffen? Eine Auslegeordnung.
Ein Teppichklopfer. Ein Teppichklopfer auf schwarzem Grund. Ein Teppichklopfer auf schwarzem Grund auf einem Abstimmungsplakat mit der Parole «Frauenstimmrecht Nein!». Das genügte vollends. Um den Schweizerinnen und Schweizern 1946 die männliche Postordnung durchzugeben: Politik ist Männersache, Frauen bleibt bei eurer Hausarbeit!
Jean Ziegler über Konzernverantwortung.
Weg ist weg, immerhin! Endlich hat Twitter dem orangen Irren den Stecker gezogen. Und damit auch demonstriert, wer in den USA wirklich das Sagen hat. Nicht nur dort: Twitter, Google, Facebook & Co. regieren die Welt. Aber immerhin: Endlich ist Donald Trump stillgelegt. Als das Grossmaul am 6. Januar 2017 den Thron im Weissen Haus bestieg, zeichnete ihn der Schweizer Karikaturist Chapatte vor zwei roten Knöpfen sitzend. Der eine war angeschrieben mit «Twitter». Der andere mit «Nuke», Atombombe. Diese Bombe hat der Bombenleger in seiner Amtszeit nicht gezündet. Dafür taumeln die Staaten jetzt am Abgrund eines Bürgerkriegs. Der Putschversuch der Trump-Hörigen am Dreikönigstag hat’s dramatisch vor Augen geführt. Die alten (Sezessions-)Geister, die der Präsident rief, wird Washington DC nun so schnell nicht mehr los.